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Buchprojekte

Aktuelle Buchprojekte von Clara Journot:

Buchprojekt Literarisches Schreiben I, Sachbuch:

Literarisches Schreiben ist eine Form der visuellen Kunst, Ausdruck von inneren Bildern und Gestaltung der Sprache. Literarisches Schreiben ist ein immer währender Prozess. Um den eigenen Ausdruck in der Sprache zu finden, braucht es Talent, das Erlernen des Handwerkzeugs des Schreibens und die Entwicklung der kreativen Fähigkeiten.

Clara Journot, seit über 20 Jahren als Autorin, Dozentin und Schreibcoach für wissenschaftliches und literarisches Schreiben tätig, vermittelt die wichtigsten Elemente des literarischen Schreibens und bereichert sie durch praktische Schreibübungen, die passend zu den Beiträgen zur Schreibtheorie konzipiert sind. In diesem 1. Band zum literarischen Schreiben geht es um Inspiration und Kreativität, das Erwecken der schöpferischen Ideen und die Grundlagen des literarischen Schreibens. Damit können kleinere Schreibprojekte, Geschichten, Erzählungen und Episoden gestaltet werden. Darauf aufbauend folgen im 2. Band zum literarischen Schreiben Anregungen zum Konzipieren und Gestalten größerer Schreibprojekte bis hin zum Roman.

Auszug aus der Einleitung:

In diesem Buch geht es um das literarische Schreiben. Seit in den 1970er-Jahren in den USA das Creative Writing entwickelt wurde, hat sich diese Schreibmethode auch hier bei uns immer weiter verbreitet. Das ist an sich begrüßenswert, weil sich immer mehr Menschen zutrauen, fiktionale Texte zu schreiben. Doch führt der Begriff des kreativen Schreibens häufig zu der Fehlannahme, jede*r könnte einfach drauflos schreiben, wenn sie oder er nur den passenden Plot hat. Durch die Möglichkeiten des Bloggens im Internet und in den sozialen Medien sowie des Self-Publishings hat die Zahl der Veröffentlichungen in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Immer mehr Menschen schreiben und veröffentlichen ihre Texte, ohne dass eine kompetente Lektorin noch einmal gegenliest und Anregungen zu Verbesserungen gibt. Die Kurse zum kreativen Schreiben, die zuhauf und meist gegen teures Entgelt angeboten werden, vermitteln ebenfalls den Eindruck, dass jede*r einen Roman schreiben kann, sofern sie oder er bestimmte Methoden anwendet und fest vorgegebene Schreibregeln befolgt.

Bei alldem gerät aber in Vergessenheit, dass Literatur eine Form der visuellen Kunst ist. Zuallererst musst du Talent haben. Talent kann man nicht lernen. Aber damit sich diese tief in dir verwurzelten Fähigkeiten entfalten und ihren Ausdruck in der Sprache finden können, musst du – wie bei jeder anderen künstlerischen Ausdrucksform auch – das Handwerk erlernen und anwenden. Ein Musiker muss sein Instrument beherrschen, bevor er ein Musikstück spielen und damit auftreten kann. Eine Malerin muss gelernt haben, wie sie den Pinsel führen muss, um ihren inneren Bilden Ausdruck verleihen zu können. Und ein*e Autor*in muss Sprache gestalten und in eine Form bringen können, bevor sie oder er etwas Geschriebenes veröffentlicht. Ich verwende daher bewusst den Begriff des literarischen Schreibens.

In diesem Buch gibt es im ersten Teil unter dem Titel Literarisches Schreiben als Kunstform Beiträge zur Schreibtheorie. Zu jedem thematischen Beitrag gehört eine Schreibübung. Die Schreibübungen findest du im zweiten Teil des Buches unter dem Titel Literarisches Schreiben als Handwerk. Du kannst sie auch unabhängig von dem dazugehörigen Beitrag zur Schreibtheorie anwenden. Es sind Fingerübungen, die dir helfen sollen, in den Schreibfluss und den künstlerischen Flow zu gelangen. Du darfst jederzeit, wenn du den Impuls dazu verspürst, von den Vorgaben der Schreibübung abweichen, darüber hinaus gehen oder etwas völlig anderes schreiben. Du musst dich also nicht streng an die Aufgaben halten. Betrachte sie als Anregungen.

In diesem 1. Band zum literarischen Schreiben geht es um Inspiration und Kreativität, das Erwecken der schöpferischen Ideen und die Grundlagen des literarischen Schreibens. Du kannst damit kleinere Schreibprojekte, Geschichten, Erzählungen und Episoden gestalten. Demnächst werde ich im 2. Band zum literarischen Schreiben Anregungen zum Konzipieren und Gestalten größerer Schreibprojekte bis hin zum Roman geben.

Ich wünsche dir viel Vergnügen beim Lesen dieses Buches und beim Schreiben, Schreiben, Schreiben.

Lass deine Ideen sich entfalten!


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Buchprojekt Im Grünen Haus, Roman:

Florian und Claudia ziehen Anfang der 2000er-Jahre in das Grüne Haus, um sich ihren Traum vom Wohnen und Arbeiten in einer beliebten Großstadt zu verwirklichen. Das aufstrebende Viertel zieht auch den ehemaligen Manager Karl an, der auf der Suche nach einer neuen Betätigungsmöglichkeit ist. Paul, der älteste Bewohner, kümmert sich um das Grüne Haus und hängt alten Erinnerungen nach. Gilla ist die Eigentümerin und probiert neue Wege aus, um sich durch Musik, Sprache und Stimme auszudrücken. Und dann ist da noch ein ehemaliger Bewohner, dessen Anwesenheit das Grüne Haus nicht zur Ruhe kommen lässt. Die Bewohner*innen erleben die Veränderungen und das Nebeneinander von Alt und Neu im Grünen Haus und in ihrem Viertel auf unterschiedliche Art und Weise. Eine Geschichte über Gentrifizierung, Entfremdung und Sich-wiederfinden.

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Rezensionen

Das Grüne Haus steht metaphorisch für das Ankommen und das Loslassen.“

Jana van der Linden (22. August 2020)

In ihrem Werk „Im Grünen Haus“ setzt sich die Autorin mit verschiedenen Persönlichkeiten auseinander, die erst einmal, wie es scheint, distanziert voneinander leben. Wie Claudia und Florian, die trotz ihrer gemeinsamen Wohnung meist nur über E-Mail kommunizieren. Dann wären dort noch Paul und Gilla, die beide um geliebte Menschen trauern, und Karl, der sich von einem Burnout erholen muss und sich mit dem Schamanismus beschäftigt, um anderen Managern und Geschäftsleuten helfen zu können. Die Figuren leben nebeneinander im selben Haus und sind sich doch so fremd. 

Die Erzählweise wirkt, durch den Figurenwechsel, wie Puzzlestücke, welche sich nach und nach zusammenfügen. Die Leser*innen können sich auf eine spirituelle Reise begeben, die auch mitten im Alltag stattfinden kann. Durch einen Schicksalsschlag finden die Figuren vorübergehend zusammen und überwinden Traurigkeit und Einsamkeit, bis sie wieder ihre eigenen Wege gehen: Ein Kreislauf des inneren Zerfalls und des Wiederaufbaus. Jede*r versucht in dieser Stadt seinen oder ihren Platz zu finden. Man merkt schnell, dass es nicht das „Eine“ Happy-End geben wird. Es geht nicht darum, dass jede der Figuren am Ende des Werkes den „richtigen“ Weg gefunden hat. Der Roman beginnt mit einer Suche und endet mit einer Suche.

Ich konnte mich mit den Figuren zum Teil identifizieren. Wie mit Karl, der seinem Burnout, mithilfe von Spiritualität, entgegen wirken möchte, aber dann doch wieder anfängt neue Geschäfte abzuschließen. Oder Gilla, die lernt alleine zu verreisen und sich selber dabei begegnet. Claudia, die sich mit sozialem Aufstieg und ihren Leistungen defniniert. Paul, der ruhige Pol, der die Beständigkeit liebt. Und Florian, der durch sein Schwarz-Weiß-Fotoprojekt nach und nach die Farbe wieder in seinem Leben findet.

Das Grüne Haus steht metaphorisch für das Ankommen und das Loslassen Und dafür, dass beides miteinander zusammenhängt, dass Gegensätze nicht existieren und dass es kein richtig oder falsch gibt, sondern nur Erkenntnis.

Eine anekdotische Reise in sechs Leben“

Homo verstandicus (17. August 2020)

„Im Grünen Haus“ ist die Momentaufnahme von sechs verschiedenen Leben, die das Schicksal zu dem titelgebenden Gebäude geführt hat. Dabei lernen wir die sechs verschiedenen Charaktere, ihre Träume, Ziele, aber auch ihre zum Teil dramatische Vergangenheit kennen. Wir erleben ihren Alltag, ihre Gedanken, ihren Trott und ihre Sehnsüchte. „Im Grüne Haus“ ist eine ruhige, stellenweise hypnotisch erzählte Geschichte über Vergangenes, Verlorenes, aber auch über Veränderungen, Chancen und neue Möglichkeiten, die sich oft unerwartet ergeben. Das Glück liegt dabei oft in Kleinigkeiten, im Alltäglichen, zeigt das Buch dem Leser dabei zwanglos auf – und dem kann ich nur zustimmen.

Ein kleines aber intensives Buch“

Hanna Scheffler (19. Juli 2020)

„Das Grüne Haus strahlte eine schlampige Würde aus.“

Dieses Buch ist über die Bewohner eines Hauses in einem alten Stadtviertel, das sich allmählich zu einer hippen Wohngegend entwickelt. Die Großstadt, in der die Handlung spielt, lässt sich schnell als Düsseldorf identifizieren. Eine Stadt, die mehr Schein als Sein ist. Und so ist auch das Grüne Haus nicht grün, sondern hat eine unidentifizierbare Farbe. Die Bewohner sind ganz unterschiedlich in Alter und Herkunft und durch das Grüne Haus erfahren wir ihre Gedanken, Gefühle und Erlebnisse.

Der junge Fotograf Florian zieht ins Grüne Haus, weil er sich den Traum vom Wohnen und Arbeiten verwirklichen will, seine Freundin Claudia will als Juristin Karriere machen. Eine Kombination, die nicht gutgehen kann. Der Manager Karl hat gerade ein Burnout hinter sich und flüchtet in eine esoterische Lebensphase, um dann doch wieder in alte Verhaltensmuster zu verfallen. Gilla ist eine Frau mittleren Alters und ist auf der Suche nach Aktivitäten und Menschen, die ihr Leben ausfüllen, und entdeckt, dass die einfachen Dinge wichtig sind. Und schließlich der Rentner Paul, der seinem ehemaligen Freund und Nachbarn Johannes nachtrauert.

Ich konnte mich nicht mit allen Figuren gleich gut anfreunden oder gar identifizieren. Aber ich fand es sehr interessant, die verschiedenen Perspektiven kennenzulernen und zu erfahren, was sich hinter den Mauern eines Altbaus abspielt. Manche Dinge werden nur angedeutet, andere wiederum sehr ausführlich und detailliert geschildert. Aber es bleibt immer genug Raum, um sich als Leser eigene Gedanken und Vorstellungen zu machen.

Ein kleines, aber intensives Buch.