Allgemein, kreatives Schreiben

Schreibübung 8: Der Anfang

Inhalt

Eine geeignete Methode für den Anfang einer Geschichte ist es, mit der Hauptfigur zu beginnen und diese die Geschichte erzählen zu lassen. Dazu müssen wir unseren Protagonisten in eine Szene setzen, die zugleich die Ausgangssituation für unsere Geschichte bildet. Diese Anfangsszene sollte so dicht wie möglich am Höhepunkt unserer Geschichte stehen. Sie soll das Interesse der Leser/innen wecken und Spannung erzeugen.

Aufgabe

1. Aufgabe: Anfänge lesen

Wähle drei Romane aus, die du bereits gelesen hast und die dir besonders gut gefallen haben. Nimm dir diese drei Bücher nochmals vor (aus deiner eigenen oder aus einer öffentlichen Bibliothek) und lies jeweils die ersten 3-5 Seiten.

Beobachte und notiere:

  • Welche Methode wählt der Autor / die Autorin jeweils für den Anfang seiner ihrer Geschichte?
  • Wie gelingt es dem Autor / der Autorin, dein Interesse an  zu wecken?
  • An welcher Stelle hast du das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu wollen?

2. Aufgabe: Anfänge selber schreiben

Probiere nun aus, wie du selbst eine Geschichte anfangen würdest.

  • Skizziere kurz drei eigene Geschichten, indem du in wenigen Sätzen jeweils deren Anfang, Mitte (Höhepunkt) und Ende notierst.
  • Überlege dir jeweils eine Prämisse für die Geschichte!
  • Schreibe für jede skizzierte Geschichte einen Anfang (ein kurzer Absatz genügt!).
  • Probiere dabei verschiedene Methoden aus (Szene, Beschreibung, Charakterisierung deiner Hauptfigur).

Ziel

Das Ziel besteht darin, sich zu bewusst zu machen, dass der Anfang einer Geschichte zugleich schon das Ende in sich birgt.

Schärfe deine Aufmerksamkeit für die Erzählmethode und für die Gestaltung des Anfangs, indem du selber viel liest! Bewusstes Lesen bereichert und fördert den Wortschatz und den eigenen Erzählstil, entspannt und regt die Fantasie an und trägt zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit bei.

Bewusstes Lesen

 

Allgemein, kreatives Schreiben

Anfang – Mitte – Ende

Literarisches Schreiben ist eine Form der künstlerischen Darstellung. Wie bei jeder anderen Kunstgattung auch müssen wir beim literarischen Schreiben eine Vorstellung davon haben, was wir schaffen wollen. Die Ideen für eine Erzählung oder eine Geschichte finden wir in unserer kreativen Schatzkiste, unserer Quelle der Inspiration. Doch unsere kreative Schöpfungskraft können wir nur dann sinnvoll nutzen, wenn wir die Ideen, die wir aus unserem Erfahrungsschatz schöpfen, in eine Ordnung bringen. Bevor wir damit beginnen können, einen Text auszuformulieren, müssen wir also ein Konzept haben und eine Skizze für den Handlungsablauf erstellen.

Eine Geschichte muss sich entwickeln.

Doch wie ausführlich muss das Konzept sein?
Wie umfangreich und vollständig soll das Konstrukt werden, in das wir unsere kreativen Ideen setzen? Müssen wir alles sorgfältig planen und festlegen oder sollen wir einfach drauflos schreiben?

Eine vollkommen ausgearbeitete und durchkonstruierte Geschichte ist wie ein enges Korsett, in dem unsere Figuren sich nicht bewegen können und in dem sie hölzern und distanziert wirken. In einer konstruierten Geschichte muss es genügend Raum geben, damit sich  unsere kreativen Gedanken entfalten können. Das Konstrukt kann daher nur den Rahmen oder das Gerüst für unsere Erzählung bilden. Es gilt, „eine gute Mischung aus Intuition und Planung (zu) finden“ (Otto Kruse, Kunst und Technik des Erzählens). Unsere Figuren müssen eine Motivation für ihre Handlung haben und sie müssen im Laufe der Geschichte eine Wandlung erfahren. Deshalb sollte unser Konzept oder unsere Skizze lediglich den Anfang, die Mitte und das Ende des Handlungsablaufs enthalten (siehe hierzu den Beitrag Die dramatische Struktur). Unverzichtbar ist es, eine Prämisse zu haben, die den Antrieb für unsere Hauptfigur darstellt und aus der der Konflikt mit seinem Wendepunkt entsteht (siehe hierzu den Beitrag Die Essenz des literarischen Schreibens).

Der Anfang

Eine geeignete Methode für den Anfang einer Geschichte ist es, mit der Figur zu beginnen und diese die Geschichte erzählen zu lassen. Sol Stein (Die Kunst des Schreibens) empfiehlt, eine Szene an den Anfang zu stellen, die sich der Leser vorstellen kann und die so dicht wie möglich an ihrem Höhepunkt beginnt. Dazu müssen wir in der Fantasie unsere Figur auf eine Bühne stellen und sie wie in einem Theater oder auf der Leinwand beziehungsweise dem Bildschirm betrachten. Wie sieht diese Person aus? Was sind ihre Eigenarten? Was verbirgt sich hinter dieser Person? Welche Geschichte hat sie zu erzählen? Was treibt sie an?

Die Mitte

Wir schaffen eine Ausgangssituation, in der sich unsere Figur befindet und die den Einstieg für den Handlungsablauf darstellt. Dann wird der Protagonist durch einen bestimmten Umstand oder ein Geschehnis dazu veranlasst, aus der gewohnten Umgebung auszubrechen. Und die Handlung beginnt, unvermeidlich ihrem Höhepunkt zustrebend. Im Konflikt erfüllt sich schließlich die Prämisse, die wir vorangestellt haben.

Das Ende

Das Ende der Geschichte muss sich auf den Anfang beziehen. Denn dadurch, dass wir eine Prämisse formuliert haben, trägt der Anfang das Ende bereits in sich. Bei der Gestaltung müssen wir darauf achten: Wie wirkt der Anfang der Geschichte im Ende?
Wir runden unsere Geschichte ab, so dass sie zu einem stimmigen Ende führt.

 

Allgemein, kreatives Schreiben

Die dramatische Struktur

Die Erzählmethode geht von der klassischen dramatischen Struktur aus, die allerdings stark handlungsorientiert ist. Jeder Schreibende, der versucht, sich einem bestimmten Genre unterzuordnen, wendet zwangsläufig die dramatische Struktur an und wählt einen strikten Aufbau der Geschichte mit Anfang, Höhepunkt (Konflikt) und Schluss (Lösung). Jedem Drama muss eine Prämisse zugrunde liegen, der sich die Handlungsführung unterordnet. Dadurch, dass wir die Erzählfigur in eine Konfliktsituation hineinversetzen, soll ein Spannungsbogen erzeugt werden, der die Neugier der Leser/innen schürt und sie wie an einer Schnur in unsere Erzählung hineinzieht.

Die Handlungslinie „plotten“

Für den Handlungsablauf in der dramatischen Struktur, auch Handlungslinie genannt, wird häufig der Begriff „Plot“ oder „Plotting“ verwendet. Beim Plotting erstellen wir eine Szenenfolge und entwerfen, wie sich die Handlung nach und nach entwickelt. Plotting ist aber mehr als nur eine Aneinanderreihung von Ereignissen. Wir müssen nicht nur festlegen, was und in welcher etwas Reihenfolge geschieht, sondern auch, wie die einzelnen Handlungselemente miteinander verknüpft sind. Wir müssen eine Ursachenkette herstellen, bei der sich die eine Handlung zwagsläufig aus der anderen ergibt.

Dies lässt sich anhand des Beispiels der Heldenreise verdeutlichen:

Der Ritter begibt sich auf die Suche nach der Höhle des Drachen. Warum? Weil er die Prinzessin retten will. Warum will er die Prinzessin retten? Weil der König eine Belohnung ausgesetzt hat. Warum rettet der Ritter die Prinzessin? Weil er sich auf die Reise begeben hat. Weil er besondere Gefahren bewältigt. Weil er die Höhle des Drachen findet. Weil er gegen den Drachen kämpft und ihn besiegt.

Doch jede/r Schreibende sollte sich darüber im Klaren sein, dass durch das Plotting nur der äußere Handlungsablauf beschrieben wird. Wir konstruieren damit lediglich eine innere Logik der äußeren Ereignisse. Eine Geschichte oder Erzählung wird erst dadurch lebendig und spannend, dass der äußere Konflikt mit dem inneren Konflikt übereinstimmt. Für den inneren Konflikt kommt es auf die Motivation, die Charaktereigenschaften des/der Protagonist/in an, die wiederum von der Prämisse bestimmt werden. Das ist der eigentliche Sinn des Konflikts:

Der Protagonist / die Protagonistin muss gezwungen werden, sich zu verändern!

Im Beispiel der Heldenreise könnte die Prämisse lauten: Der Ritter ist zunächst nicht tapfer, begibt sich aber auf Heldenreise, stellt sich den Herausforderungen und Gefahren und geht als gestärkte – tapfere – Persönlichkeit daraus hervor.

Wichtig ist, dass wir uns für einen ganz konkreten Antrieb unserer Protagonisten entscheiden. Es reicht nicht aus, dass er/sie so handelt, wie es möglicherweise andere Personen in derselben Situation tun würden und wie es allgemein psychologisch stimmig sein könnte. Nein, die Hauptfigur muss eine ganz konkrete Motivation haben, die ihr spezielles Handeln in dieser Situation bestimmt.

Im Beispiel der Heldenreise könnte sich der Konflikt daraus ergeben, dass die Prinzessin gar nicht gerettet werden will, weil sie gegen ihren Vater, den König, rebellieren will. Sie will lieber bei dem gewalttätigen Drachen bleiben. Der Ritter seinerseits wurde bisher von seiner Mutter stark bevormundet und hat nicht gelernt sich durchzusetzen. Die Herausforderung besteht darin, die Prinzessin davon zu überzeugen, dass der Drache ihr wehtun und schaden wird und dass es besser für sie ist, dem Ritter zu folgen. Der Ritter ist dadurch motiviert, dass er selbstständig Entscheidungen treffen und sich nicht länger bevormunden lassen will.

Es ist also unerlässlich, sich intensiv mit dem Hintergrund der Hauptfigur zu beschäftigen und sie zu formen!

Nur dann, wenn man weiß, was man wirklich sagen will, wird man eine Geschichte auch mit Sicherheit zu einem Ende bringen.“

Otto Kruse: Kunst und Technik des Erzählens

Allgemein, kreatives Schreiben

Der kreative Prozess beim Schreiben

Literarisches Schreiben ist eine Form der visuellen Kunst. Und Kunst entsteht durch einen schöpferischen Akt. Schreiben ist ein immer währender kreativer Prozess, der das eigene Denken und die Sichtweise auf die Welt verändern kann.

Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit.“
(Friedrich Schiller)

Deshalb betone ich in meinen Kursen zum literarischen Schreiben immer wieder, wie wichtig es ist, dass wir Zugang zu unseren kreativen Gedanken, Ideen, Schätzen finden und zu den subtileren und verborgenen Bereichen in unserem Wissen vordringen. Denn nur so können wir authentisch sein und eine Tiefe in unseren Geschichten erreichen, die auch andere Menschen anspricht und berührt.

Irrglauben und Missverständnisse über den Plot

Dennoch erlebe ich immer wieder, dass beim so genannten kreativen Schreiben der Fokus auf den Plot gelegt wird. Dabei ist vielen Schreibenden gar nicht klar, was genau unter dem Begriff des Plots zu verstehen ist. In der Literaturwissenschaft und der Erzähltheorie gibt es drei missverständliche Deutungsweisen:

  1. Der Plot wird häufig mit der Handlungslinie gleichgesetzt.
    Die Handlungslinie ist eine Kurzbeschreibung der Handlung einer Geschichte.
    Sie ist an der dramatischen Struktur ausgerichtet, also an dem Aufbau Ausgangslage – Konflikt – Lösung. Die Handlung wird anhand einer chronologischen Abfolge entwickelt.
  2. Der Plot wird mit der Prämisse gleichgesetzt.
    Die Prämisse ist die treibende Kraft der Geschichte, die den Autor durch die Handlung leitet und zu dem Konflikt und schließlich der Lösung zustrebt.
  3. Der Plot ist mehr als die Chronik von Ereignissen.
    Der Plot ist eine Kette von Zusammenhängen aus Ursachen und Wirkungen, die zwischen Handlung und Verhalten laufend ein Muster erzeugen („Warum geschieht etwas?“). Der Plot wirft eine Frage auf und der Handlungshöhepunkt beantwortet sie.
  4. Davon zu unterscheiden ist dann das Thema der Erzählung.
    Das Thema ist das, wovon die Geschichte handelt, das, was eine Erzählung behandelt. Man könnte auch sagen: Die Prämisse.

Egal, welcher Deutungsweise wir folgen, der Plot ist immer handlungsorientiert. Die Handlung einer Ezählung wird aber von ihren Figuren bzw. Charakteren gesteuert.
Also muss ich mich zunächst auf die Figuren konzentrieren!
Erst durch die Motivation der Hauptfigur, durch ihre Wünsche und durch ihren inneren Antrieb werden die einzelnen Handlungselemente, die wie Perlen auf einer Kette aneinander gereiht sind, zu einem zusammenhängenden Ganzen verknüpft, bei dem jedes Element der Geschichte folgerichtig auf dem vorangegangenen aufbaut.

Entdecke die musische Seite in dir!

Aber zurück zum kreativen Prozess des Schreibens:
Die Entwicklung des Plots gehört zum Komponieren und Konstruieren einer Geschichte. Hierzu ist logisches und systematisches Denken erforderlich, das Denken „mit dem Kopf“. Der Inhalt einer Erzählung aber sprudelt aus einer Quelle, die nicht dem vernunftbetonten Denken zuzuordnen ist, sondern dem ganzheitlichen Denken in Bildern, Farben und Melodien. Deshalb ist es wichtig, dass wir die musische Seite in uns entdecken. Dass wir in den Flow geraten, in den Schreibfluss, der uns mit seinen Wellen mitreißen kann, so dass die Worte und Sätze nur so aus uns heraussprudeln, der aber manchmal auch nur vor sich hin tröpfelt, so dass wir ihm jedes Wort abringen müssen.
Wir müssen uns diesem Flow hingeben und dürfen nichts erzwingen wollen.

 

Allgemein, kreatives Schreiben

Die Essenz des literarischen Schreibens

Soll ich ein Konzept für mein literarisches Schreibprojekt erstellen oder soll sich die Geschichte im Laufe des Schreibens aus sich selbst heraus entwickeln und erst dadurch Kontur erhalten?

Planen oder drauflos schreiben?

Wenn wir davon ausgehen, dass das literarische Schreiben ein Prozess ist, der in vier Phasen verläuft, für die wir unterschiedliche Schreibenergien benötigen (siehe hierzu den Beitrag Die 4 Phasen des Schreibens), dann stehen am Anfang die wilden und unausgegorenen Ideen von Mad(wo)man, dem verrückten, kreativen Geist, der Ideen generiert und der von der bildhaften Vorstellungskraft lebt. Aber irgendwann muss der Architect eingreifen und dem Ideenfluss eine Struktur verleihen. Denn sonst laufen wir Gefahr, mitten beim Schreiben die Orientierung zu verlieren. Das ist häufig der Grund dafür, dass Autoren ihre Schreibprojekte nicht fortführen und beenden: Sie schaffen es nicht, ihre Ideen zu verknüpfen und den Verlauf der Geschichte festzulegen. Irgendwann versanden die Ideen.

Die Prämisse – ein altes Missverständnis

Eine wichtige Strukturierungshilfe kann die so genannte Prämisse ein – ein Begriff aus der Erzähltheorie, der in Kursen zum kreativen Schreiben häufig gebraucht und blind wiederholt, aber nie zutreffend erklärt und erst recht nicht verstanden wird.

Die Prämisse ist die Essenz dessen, was eine Geschichte zu beweisen versucht.“
(Lajos Egri, The Art of Dramatic Writing, 1946/1960, S. 1)

Das Konzept der Prämisse hat Egri ursprünglich für die dramatische Struktur entwickelt, für das Schreiben von Theaterstücken. Jedem Drama müsse eine Prämisse zugrunde liegen, an der sich die Handlungsführung und die Entwicklung der Charaktere zu orientieren und sich unterzuordnen haben. Egri geht außerdem von einem strikten Aufbau aus, bestehend aus Anfang, Höhepunkt (Konflikt), Schluss (Lösung), durch den ein Spannungsbogen erzeugt werden soll. Doch ist dieses streng einzuhaltende schematische Vorgehen nicht für alle Formen des literarischen Schreibens geeignet, vor allem nicht für Romane und Kurzgeschichten. Denn nicht alle literarischen Werke folgen der Struktur eines typischen Hollywood-Spielfilms. Bei der Erzählmethode nach Egri besteht vielmehr die Gefahr, dass die Figuren zu klischeehaft gezeichnet werden und der Handlungsablauf mit seinem Konflikt zwischen Protagonist und Antagonist zu wenig Raum für die Entwicklung der Charaktere lässt.

Was ist mein Anliegen beim literarischen Schreiben?

Viele Schreibende haben daher Probleme mit der Prämisse, bedeutet sie doch, dass wir bereits vor (prä) Beginn des Schreibprozesses wissen sollen, wie die Aussage, die Botschaft unserer Erzählung lauten soll. Häufig wissen wir aber selbst noch nicht so genau, wohin unsere Geschichte laufen wird und fühlen uns durch eine strenge Vorgabe eingeschränkt. Vielen fällt es schwer, eine prägnante Formulierung oder Redewendung zu finden, wie „gebranntes Kind scheut das Feuer“ oder „der frühe Vogel fängt den Wurm“ o. ä. Zutreffender ist es deshalb, vom Anliegen oder von der Botschaft des literarischen Schreibens zu sprechen, von der Antriebskraft, die einer fiktiven Erzählung zugrunde liegt. Wichtig ist die Aussagekraft einer Geschichte. Was wollen wir unseren Leser/innen mitteilen, was von unserer Sichtweise über das Leben wollen wir ihnen vermitteln?

Was will ich mit meinem Schreiben bewirken? 

Wenn uns dies klar ist, haben wir ein Ziel, auf das wir hin schreiben können. Es ist hilfreich, wenn wir zu Beginn oder während des literarischen Schreibens unser Anliegen definieren. Unsere Aussage legt den Verlauf der fiktiven Geschichte fest und verhindert, dass wir uns selbst mit unseren kreativen Ideen aus den Augen verlieren. Die fiktive Geschichte wird in sich stimmig, ohne dass wir ständig den inneren Kritiker einschalten müssen, der kontrollieren will, ob wir das Konzept der dramatischen Struktur einhalten oder nicht. Die Geschichte entwickelt sich von selbst und wir haben den Freiraum, auch andere Formen des literarischen Schreibens auszuprobieren, Mosaikstrukturen, Collagen, Textexperimente Kürzestgeschichten etc.