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Die Idee des Nordens

Umgib dich mit kreativen Menschen und Gedanken und deine eigene Kreativität wird angeregt, deine Ideen strömen und deine Schaffenskraft sprudelt. Daraus entstand die „Idee des Nordens“.

Das Lebensgefühl, das ich mit dem Norden verbinde, seit ich ihn in meiner Jugend zum ersten Mal bereist habe, hat Glenn Gould zutreffend in seinem experimentellen Radio-Programm „The Idea of North“ beschrieben:

Der Norden ist ein Ort, über den ich träume,
über den ich Geschichten erfinde
und den ich schließlich meide.“
(Glenn Gould)

Er meinte zwar den Norden Kanadas, aber die Idee, das Konzept, die Vorstellung, die Imagination des Nordens trifft für mich, die ich Europäerin bin, gleichermaßen auf Skandinavien zu. „Norden“ ist für mich Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen.

Die Bilder des Nordens, die in meinem Geist existieren:

Ein Himmel von so unglaublich tiefem Blau,
dass ich glaube, ins Weltall zu schauen.

Eine Mittsommernacht unter weißem Himmel,
in der die Paare zwischen Birkenbäumen finnischen Tango tanzen.

Türkisfarbenes Morgenlicht,
während die Fähre im Schärengarten vor der Festung Helsinkis navigiert.

Der saftige Duft von geschlagenen Birkenblättern,
der sich mit dem Rauch aus dem Holzkohleofen in der Sauna vermischt.

Wasser, Meer- und Seenlandschaften,
durchschnitten von abgerundeten Felsen und Bergrücken.
Die Stille der zurückliegenden Eiszeit.

Buschwindröschen, Maiglöckchen und Bockshornklee,
nur das Rauschen des Windes in den Wäldern
und das Tock, tock, tock eines Spechtes.
Am Morgen die Nachtigall.

I can’t conceive of such a Person as really being UNTOUCHED by the NORTH.“
(Glenn Gould – „The Idea of North“)

Für Glenn Gould war der Norden ein starkes Symbol der Einsamkeit, ein Zustand, den er sein Leben lang gesucht hat. Eine Meditation über die gewaltige, enorme und kalte Weite des Nordens.

Inspiriert von diesem genialen Geist begebe ich mich auf eine weitere Reise in den Norden, nach Norwegen.